Übung: „Kellerbrand – Menschenleben in Gefahr“

Anfang November übte die Abteilung Waldtrudering zusammen mit der Feuerwache 10 der Berufsfeuerwehr München und Kollegen des BRK Trudering.

Zu einer großen und besonderen Übung trafen wir die Kollegen der Feuerwache 10 der Berufsfeuerwehr München. Außerdem durften wir die BRK Bereitschaft aus Trudering begrüßen.

Unter der Leitung von Michael (Feuerwache 10), Holger (FF Waldtrudering) und Ludwig (FF Waldtrudering) wurde geplant, hergerichtet und organisiert. Tagelang wurde zusammen telefoniert, zusammen gesessen und das Objekt begutachtet.

Am Abend des 2. November war es dann endlich so weit. Wir schminkten die Darsteller realitätsnah, bauten einen sogenannten Fire Trainer im Keller auf und verrauchten das Haus komplett. Pünktlich um 19:00 Uhr konnten wir anschließend alle Kräfte alarmieren. Diese wussten nicht, welche dramatische Lage sich vor Ort abspielen wird.

„Kellerbrand - Menschenleben in Gefahr“ hieß es für die Einsatzkräfte

Als erstes traf das HLF der Abteilung Waldtrudering ein. Folgende Lage ergab sich für den ersteintreffenden Gruppenführer: Ein aufgeregter Mitteiler empfing und wies kurz in die Lage ein. Bei Arbeiten im Heizungskeller kam es zu einem plötzlichen Knall und einem anschließenden Brand. Neben zwei Handwerkern war noch eine Person im 1. Obergeschoss (OG) eingeschlossen und eine weitere bewusstlos im Garten nach einem rettenden Sprung vom Balkon.

Schnell wurden die Kräfte eingeteilt und kurze Zeit später an den eintreffenden Löschzug der Berufsfeuerwehr (FW10) übergeben. Gemeinsam wurde nun die Lage erneut eingeschätzt und die weiter eintreffenden Kräfte in die Lage eingewiesen. Auch der Einsatzleiter des BRK war schnell vor Ort und übernahm die Versorgung der Verletzten mit seiner Mannschaft.

Die Kräfte der Feuerwehr verschafften sich gewaltsam Zutritt in das Einfamilienhaus, lokalisierten und löschten im Keller das Feuer. Ein Weiterer Trupp verschaffte sich auf der Gebäuderückseite über eine Terrasse im Obergeschoss unter Einsatz einer tragbaren Leiter Zutritt. Insgesamt konnten zwei weitere bewusstlose Personen (Erdgeschoss, Keller) aus dem Wohnhaus gerettet werden.

Eine Frau, welche im 1. OG am Fenster um Hilfe rief, konnte parallel durch die Besatzung der Drehleiter mit deren Fahrzeug gerettet werden.

Um der Übung noch ein i-Pünktchen aufzusetzen wurde ein Atemschutznotfall simuliert. Im 1. OG suchte ein Trupp die verrauchten Räume ab, als der hintere von beiden einen Hinweis bekam und umfiel.

MAYDAY – MAYDAY MAYDAY – schallte es durch alle Funkgeräte. Funkstille. „Was ist passiert? Wo? Wer?“, schoss durch alle Köpfe. Sofort wurde der bereitstehende Sicherungstrupp ins Haus geschickt. Für die Ausbilder überraschend schnell konnte der bewusstlose Kamerad gerettet und vom BRK versorgt werden.

Nach diesem Zwischenfall war dann auch die größte Übung aller Zeiten in Waldtrudering beendet.

Unser Dank gilt

Dem Ausbilderteam rund um Michael, Holger und Ludwig.

Der Führung der FF und BF München, sowie allen Beteiligten im Hintergrund (Wachabteilungsführer, Direktionsdienst, Lagedienst, Pressestelle, Feuerwache 5 (Wachbesetzung FW10), Atemschutzwerkstatt)

Den Anwohnern, die vollstes Verständnis zeigten und uns mit 70 Zuschauern gezeigt haben, wie sehr unsere Arbeit wertgeschätzt wird.

Den Kollegen der Feuerwache 10 – Schicht A genauso wie den Kameraden des BRK Trudering.

Unseren Kameraden die durch massive Teilnahme jegliche Erwartungen gesprengt haben.

All unseren geschminkten Opfern und dem aufgeregten Mitteiler.

Sabrina für das Schminken unserer Opfer-Darsteller.

Ein Bild sagt mehr als Tausend Wörter und daher gilt natürlich auch unserem Fotografen der Dank.

Zudem unterstützte uns die Feuerwehr Waldperlach in der Vorbereitung und die Feuerwehr Riem in der Durchführung (Darsteller, Mannschaft, Fahrzeug).

Der größte Dank gilt aber den Hausbesitzern, welche ihr komplettes Haus zur Verfügung gestellt haben, uns alles machen ließen und als einzige Prämisse ihre Teilnahme an der Übung hatten.