Sonderübung "Technische Hilfeleistung"

Am vergangenen Samstag nahmen sechzehn Kameraden unserer an einer THL (kurz für: Technische Hilfeleistung)-Sonderübung teil. Dabei wurde ein Autounfall simuliert, bei dem es jeweils drei verletzte gab. Zwei davon ansprechbar, dargestellt von Kameraden und einer bewusstlos, dargestellt von einer Puppe.

Das Thema Autounfälle konfrontiert unsere Waldtruderinger Kameraden immer wieder. Auf der dicht befahrenen Straßen Waldtruderings, wie der Wasserburgerlandstraße oder der Friedenspromenade, kommt immer wieder zu Autounfällen.

Werden unsere Kameraden im Anschluss alarmiert, muss es schnell gehen. Individuell auf den Unfall betrachtet, müssen unsere Kameraden viel Fachwissen mit viel Geschwindigkeit aufweisen können, da Einsatzstichworte wie „THL Autounfall“ oder „E-Call“ (Bedeutung: Moderne Autos können nach Unfällen automatisiert den Notruf informieren. Diesen Notruf nennt man E-Call, vom englischen „Electronical Call“, zu Deutsch „Elektrischer Anruf“), welche wir vorab bekommen, häufig erst beim Eintreffen näher definiert werden kann.

Bei Autounfällen mit verletzten, eventuell sogar eingeklemmten Personen, gehen wir dabei grob nach der „golden hour of shock“ (zu Deutsch: Goldenen Stunde des Schocks) vor. Diese lässt sich jeweils in drei Blöcke á 20 Minuten unterteilen: Minute 0 bis 20 von der Verursachung des Unfalls bis zum Eintreffen der ersten Rettungskräfte. Minute 20 bis 40 bis zur Befreiung aller Personen aus dem verunfallten Fahrzeug und der Übergabe dieser an den Rettungsdienst. Minute 40 bis 60 bis zum Eintreffen im Krankenhaus und der dortigen Behandlung.

Dabei wird immer differenziert, wie akut eine Person in Lebensgefahr steckt. Blutet diese in etwa stark oder ist bereits beim Eintreffen ohnmächtig, wird eventuell eine „Crashrettung“ (zu Deutsch: Schnellrettung) vorgenommen, bei der die Person möglichst schnell und priorisiert befreit wird. Bei weniger akuten Fällen gehen wir langsamer vor, um eventuelle Verletzungen bei der Rettung vorzubeugen.

Bei der vergangenen Übung wurden genau diese Strategien angewendet. Dabei wurde die letzte Person in Minute 23 befreit, was der golden hour of shock entspricht. Priorisiert wurde zuerst die Puppe befreit, da sie eine ohnmächtige Person darstellte. Danach kümmerten wir uns um unsere Statisten, welche wir schonend aus dem Fahrzeug holten.

Insgesamt verlief die Übung mehr als zufriedenstellen. Wir bedanken uns bei unserem Team in der Ausbildung für die Organisation und bei Leo für die tollen Bilder, welche unterhalb des Artikels eingesehen werden können!