Die Münchner U-Bahn aus Sicht der Feuerwehr

Am vergangenen Dienstag besuchten vier Kameraden der Abteilung Waldtrudering eine Fortbildung der Stadt München, die sich um das Münchner U-Bahn-System drehte. An dieser informativen Weiterbildung nahmen auch weitere Abteilungen der FF München teil.

Zu Beginn startete diese mit einer Einweisung in die Fahrzeuge der „Einsatzleitung MVG“, die bei Einsätzen rund um das Münchner Schienensystem Unterstützung leistet.

Die „Einsatzleitung MVG“, die bei größeren Alarmfällen rund um das Gleissystem der MVG alarmiert wird, hat per Fahrzeug Zugriff auf den Schienenplan der U- und S-Bahn, sämtliche Überwachungskameras im Gleisbereich sowie alle fahrenden Züge. Die „Einsatzleitung MVG“ kann ihre Gerätschaften jederzeit per Kabel über spezielle Zugänge an das Schienen-System anschließen und trotzdem Hilfe leisten. Dementsprechend ist für dieses Einsatzhilfsmittel kein Funkkontakt zum Zentralserver nötig.

An diesem Vormittag wurden den Kameraden ebenfalls Einsatztaktiken bei Notfällen im U-Bahn-System München näher gebracht. Die U-Bahn München verfügt in Abständen von 300 Meter über sogenannte Notaussteige. Bahnhöfe zählen ebenfalls dazu. Die Kameraden durften einen dieser Notaussteige besichtigen und über ihn die U-Bahn betreten. Im Anschluss wurde ihnen unterirdisch gezeigt, wo Hilfsmittel für die Feuerwehr, wie Wasserentnahmesysteme und Fernsprecheinrichtung, angebracht sind.

Auch wurden den Kameraden die Stromzuführungen erläutert, wobei ein wesentlicher Fokus auf den speziell leitenden Schienen lag. Münchner U-Bahnen werden von unterirdischen Leitungen mit Strom versorgt, die in den Schienen verlegt sind. Dies stellt im Alarmfall ein großes Hindernis dar. Auch gibt es Leitungen an den Wänden, welche ebenfalls sehr gefährlich sein können, da sie in wesentlich höheren Spannungsmengen leiten.

Danach überquerten die Kameraden zu Fuß den Weg zum U-Bahn-Bahnhof „Universität“. Dort erhielten sie eine kurze Einweisung in die Merkmale und Sicherheitsaspekte von Münchner U-Bahn-Bahnhöfen.

Ebenfalls ging es in der Fortbildung um die Asbestbelastung der Münchner U-Bahn, die im Brandfall eine wesentliche Rolle spielt. Aktuell gibt es rund um das Münchner Schienensystem zahlreiche Modernisierungen bei denen immer wieder Asbest entdeckt wird. Im Brandfall wird deshalb grundsätzlich immer passende Schutzkleidung getragen, selbst wenn es sich nur um einen Verdacht handelt. Deshalb wurden ebenfalls Löschstrategien im Zusammenhang mit Asbestbelastungen besprochen und wiederholt.

Wir bedanken uns bei SWM und MVG wie auch bei den Veranstaltern der Feuerwehr München! Unsere Kameraden fanden die Fortbildung sehr informativ und wünschen sich weitere dieser Art.