Schadensträchtiger Wohnungsbrand

Unsere Kräfte konnten teilweise bereits auf dem Weg von zuhause oder dem Arbeitsplatz eine Rauchwolke am Himmel erkennen. Beim Ausrücken war die Rauchwolke massiv und pechschwarz.

Nr. Datum Uhrzeit Ort Meldung Einsatzart Abt.
1 24.09.2021 14:29 Kameruner Straße Alarmstufenerhöhung auf B4 Großfeuer WT
2 24.09.2021 14:32 Kameruner Straße Zimmerbrand Sonstiger Einsatz WT

Gestern Nachmittag wurden wir zu einem Feuer auf einem Balkon alarmiert. Unsere Kräfte konnten teilweise bereits auf dem Weg von zuhause oder dem Arbeitsplatz eine Rauchwolke am Himmel erkennen. Beim Ausrücken war die Rauchwolke massiv und pechschwarz.

Wir bogen gemeinsam mit einem Einsatzleitwagen und einer Drehleiter der Berufsfeuerwehr in die Zielstraße ein, jetzt waren auch Flammen am Gebäude ersichtlich. Vor Ort brannten weite Teile einer Dachgeschosswohnung voll. Alle Bewohner konnten rechtzeitig flüchten. Sofort wurden wir mit einem Trupp unter schwerem Atemschutz im Drehleiterkorb für den Außenangriff eingesetzt, unser zweiter Trupp übernahm auf der Rückseite mit einem C-Rohr den Übergangsangriff. Parallel zu allen Tätigkeiten baute unser HLF, neben einem Verteiler, auch sofort eine Einspeisung in die Drehleiter auf.

Weitere Kräfte unterstützen dann schnell im Innenangriff und bei weiteren Maßnahmen, wie z.B. Aufzugs- und Wohnungskontrolle.

Später wurden wir dann noch mit einem E-Sauger (Sauger für Wasser) in der Brandwohnung eingesetzt. Am Ende pumpten wir noch Wasser aus dem Aufzugsschacht.

Wir waren mit zwei Fahrzeugen mehrere Stunden vor Ort. Bedanken wollen wir uns außerdem für die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen der Berufsfeuerwehr diverser Wachen, unserem zweiten Kommandanten der FF und der Abteilung Trudering. Den Anwohnern wünschen wir für die Zukunft alles Gute und viel Kraft!

 

Pressebericht der Feuerwehr München:

Am Freitagnachmittag ist in einer Wohnung in Neutrudering ein Brand ausgebrochen und zerstörte dabei große Teile des zweiten Obergeschosses.

Die Mieterin bemerkte zwischen Wohnzimmer und Balkon einen Flammenschein. Noch während sie nach dem Rechten schauen wollte, vergrößerte sich schlagartig der Brandbereich. Ihr blieb nur die Flucht aus der Wohnung übrig. Noch auf dem Weg ins Freie wählte sie die 112 und meldete den Brand.

Die daraufhin zur Alarmadresse disponierten Fahrzeuge, konnten schon weit auf der Anfahrt die schwarze Rauchsäule erkennen. Vor Ort wurden sie vorbildlich von der Mitteilerin in die Situation eingewiesen und erhielten von ihr auch den Wohnungsschlüssel. Zeitgleich brachten die Einsatzkräfte die Drehleiter zur Brandbekämpfung in Stellung und führten weitere Löschmaßnahmen über das Treppenhaus durch. Noch bei der Vorbereitung dieser Maßnahmen forderte der Einsatzleiter weitere Kräfte an.

Nach 45 Minuten war das Feuer in Gewalt, aufwendige Nachlöscharbeiten folgten. Da sich der Brand in die Dachkonstruktion ausgedehnt hatte, kam zur Unterstützung die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr zum Einsatz.

Gesichert an der Drehleiter, verschafften sie sich Zugang unter die metallene Dachhaut, um das Ausmaß der Brandausbreitung abschätzen zu können. Bis um 17.30 Uhr dauerten diese Maßnahmen an, bis restlos alle Brandnester gefunden wurden.

Weitere Kontrollen der Brandwohnung wurden durchgeführt, um sicherzustellen, dass keine Glutnester übersehen wurden.

Der Sachschaden kann von Seiten der Feuerwehr nicht beziffert werden. Die Wohnung ist derzeit nicht bewohnbar. Die Brandursachenermittlung führt die Polizei durch.