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Der Löschzug
Jeder Einsatz ist anders, jede Einsatzsituation
neu. Die Temperatur kann +30 Grad betragen, es kann bei Glatteis
schneien, es ist drei Uhr nachts, man wurde gerade aus der
Tiefschlafphase gerissen. Die Feuerwehrkräfte treffen auf
auch für sie neue Ereignisse. Um in diesen Situationen dennoch
schnell und strukturiert helfen zu können, gibt es für jedes
Fahrzeug und jeden Feuerwehrmann definierte Aufgaben. Die
Ausführung dieser Aufgaben wird regelmäßig
geübt.
"Chef" jedes Fahrzeuges ist der Gruppenführer. Er ist entscheidend
für den Erfolg der Gruppe verantwortlich. Er erkundet die
vorgefundene Lage, muss innerhalb kürzester Zeit eine manchmal
lebenswichtige Entscheidung treffen und diese der Mannschaft
so weitergeben, dass diese sie umsetzen kann. Zu erkennen
ist der Gruppenführer am schmalen schwarzen Band am Helm.
Bereits auf der Anfahrt teilt der Gruppenführer
seine Mannschaft in mehrere Trupps ein. Ein Trupp besteht
aus zwei oder drei Feuerwehrmännern, die eigenständig eine
bestimmte Aufgabe erfüllen.
Es werden drei Trupps unterschieden: Der Angriffstrupp geht
mit dem Löschrohr vor, oder rettet eingeschlossene Personen
und versorgt Verletzte. Der Wassertrupp ist für die Wasserversorgung
oder die Absicherung der Einsatzstelle zuständig. Der Schlauchtrupp
unterstützt den Angriffstrupp beim Aufbau des Löschrohres
oder bei der Vornahme von schwerem technischen Gerät.
Rücken mehrere Fahrzeuge zu einer Einsatzstelle aus, spricht
man von einem Löschzug. Mit dem Löschzug rücken mindestens
zwei Gruppenführer aus, die Trupps auf den verschiedenen Fahrzeugen
ergänzen sich dann jeweils zu einer Gruppe und sind ihrem
entsprechenden Gruppenführer unterstellt. Die Arbeit des gesamten
Löschzuges wird vom Zugführer geleitet. Er erkundet die Einsatzstelle
und teilt den Gruppenführern bestimmte Arbeiten oder Abschnitte
zu. Bei sehr großen Schadensereignissen können noch besondere
Führungsdienstgrade wiederum jeweils mehrere Zugführer leiten.
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